Grundwasser im Baugrund: Wasserhaltung richtig planen

In flussnahen Lagen wie Bad Cannstatt, Untertuerkheim oder am Neckar steht das Grundwasser hoch. Reicht die Baugrube hinein, braucht es eine Wasserhaltung - mit Technik, Kosten und behoerdlicher Erlaubnis.

Tiefbau · 24. Juni 2026 · MMV Bauleitung
Grundwasser im Baugrund: Wasserhaltung richtig planen

Offene und geschlossene Wasserhaltung

Bei der offenen Wasserhaltung wird Wasser in der Baugrube gesammelt und abgepumpt. Bei der geschlossenen senken Brunnen den Grundwasserspiegel grossflaechig ab. Welche Methode passt, haengt von Bodendurchlaessigkeit und Absenktiefe ab.

Genehmigung

Das Abpumpen und Wiedereinleiten von Grundwasser ist eine erlaubnispflichtige Gewaesserbenutzung nach Wasserhaushaltsgesetz. In Stuttgart ist das Umweltamt beziehungsweise das Regierungspraesidium zustaendig - die Erlaubnis braucht Vorlaufzeit.

Risiken fuer Nachbarn

Eine Grundwasserabsenkung kann Setzungen an Nachbargebaeuden verursachen. Ein Beweissicherungsverfahren mit Rissprotokoll der Nachbarbebauung vor Baubeginn schuetzt vor spaeteren Streitigkeiten.

Auftrieb der weissen Wanne

Bei hohem Grundwasser muss die Bodenplatte gegen Auftrieb bemessen werden - die weisse Wanne kann sonst aufschwimmen. Das gehoert fruehzeitig in die Tragwerksplanung, nicht erst auf die Baustelle.

Wichtigstes auf einen Blick

Takeaways

Methode nach Bodendurchlaessigkeit und Absenktiefe waehlen
Wasserhaltung ist erlaubnispflichtig - Vorlaufzeit einplanen
Beweissicherung der Nachbarbebauung vor Baubeginn
Auftriebssicherheit der weissen Wanne frueh berechnen
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