Nachträge am Bau: Wie aus Streit ein Verfahren wird

Kein Bauvorhaben läuft ohne Änderung. Die Frage ist nicht, ob Nachträge kommen, sondern ob sie geordnet ankommen. Wo das Verfahren fehlt, wird jede Änderung zur Verhandlung - und am Ende zum Konflikt.

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Nachträge am Bau: Wie aus Streit ein Verfahren wird

Vor der Ausführung, nicht danach

Ein Nachtrag gehört angezeigt und dem Grunde nach anerkannt, bevor gearbeitet wird. Wird er erst mit der Rechnung sichtbar, steht der Bauherr vor vollendeten Tatsachen und die Diskussion beginnt von hinten.

Grund und Höhe trennen

Zwei getrennte Fragen: Ist die Leistung überhaupt vom Vertrag erfasst? Und was kostet sie? Wer beides vermischt, verhandelt über Preise, obwohl noch nicht geklärt ist, ob überhaupt etwas zu zahlen ist.

Kalkulation offenlegen

Ein nachvollziehbarer Nachtrag stützt sich auf die Urkalkulation - dieselben Stundensätze, dieselben Zuschläge. Das macht ihn prüfbar und nimmt der Sache die Willkür.

Laufende Fortschreibung

Wir führen eine Nachtragsliste mit Status und Betrag, die zu jedem Jour fixe aktuell ist. So weiß der Bauherr jederzeit, wo die Auftragssumme steht - statt es am Ende zu erfahren.

Wichtigstes auf einen Blick

Takeaways

Anzeigen vor dem Ausführen
Grund und Höhe getrennt klären
Auf der Urkalkulation aufbauen
Nachtragsliste laufend fortschreiben
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